Eine alte Redensart. So sagten die Alten früher.  Es ist selten geworden. Gott hab sie selig – Gott hab ihn selig!  Ein wohlwollender Gedanke, wenn ich an einen Menschen denke, die oder den ich geliebt oder gerne gemocht und die oder der nun tot ist.

Selig sein, das heißt im Glück sein, erfüllt sein. Manchmal gibt es Augenblicke im Leben, da sind wir selig. Auch für unsere Toten hoffe ich auf Seligkeit. Ich hoffe das, ich glaube das, dass alles gut ausgeht und an ein gutes Ende kommt. Und dass unsere geliebten Toten aufgehoben sind. Trotz aller Verzweiflung und Dunkelheit. Ich weiß nicht wie, doch ich vertraue, ich möchte es glauben, dass die Liebe siegt über den Tod, die allumfassende Liebe, die Gott ist und an der wir mit unserer Liebe Anteil haben. Unsere Liebe und Sehnsucht ist die Spur dazu.

„Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.“
(Lied 799 im Gotteslob, Deutscher Text Eugen Eckert)

Antwort auf unsere Sehnsucht
Gott hab sie selig!


                                                                   (Ursula Hüsgens)